Kategorienarchiv: Berichte

Monatstour auf die Alp Schwarzenberg

Unsere Monatstour August führte uns von Münsingen aus ins Diemtigtal. Die Hitzewelle ist etwas abgeklungen und wir hatten heute beste Bedingungen für unsere Tour. Gestartet wurde bei unsem Sponsor Südstrasse GmbH in Münsingen. Via Kirchdorf fuhren wir nach Uetendorf und nahmen als erster kleiner Aufstieg den Zwieselberg unter die Räder. Nach Bröthüsi ging es auf den Veloweg der Simme entlang bis nach Oey. Nun waren wir im Diemtigtal, das für viele Rennvelofahrer doch ein eher unbekanntes Gebiet ist. Auf einer kleinen Strasse (zu Beginn gleich etwas steil) ging es hoch ins Dorf Diemtigen. Es folgte eine kleine Abfahrt bevor es dann zu unserer Hauptsteigung des Tages ging. Via Entschwil nahmen wir die Steigung in Richtung Nüegg (Bergrestaurant der Wierihornbahn) und Alp Schwarzenberg unter die Räder.

Auf fast total verkehrsarmen Strassen machten wir unsere Höhenmeter. Nach Entschwil geht es nochmals etwas bergab ab, unter dem Sessellift der Wierihornbahn durch und dann folgten die letzte Kilometer bis zu unserem Tagesziel. Nach rund 50 km haben wir das Alprestaurant auf dem Schwarzenberg erreicht. Hier gab es für alle eine kleine Stärkung und auch das kameradschaftliche kam dabei nicht zu kurz.

Nun folgte eine rasante Abfahrt zurück nach Oey… Dank der guten Strasse konnte wir es so richtig flitzen lassen… Bald waren wir wieder in Reutigen. Gemeinsam ging es durchs Stockental und zurück nach Münsingen. Unsere Tour hatte doch einige Höhemeter. Alle haben die Aufstiege super geschafft und konnten sich über einen gelungenen Tag freuen.

Weitere Bilder im RSC-Fotoalbum

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RSC-Mehrtagestour 2018 – Die Bilder

Bereits gehört die RSC-Mehrtagestour 2018 wieder der Vergangenheit an. Unter dem Titel „Tell lässt Grüssen…“ ging es auf einer 3-tägigen Biketour von Meiringen nach Schwyz. Bei super Wetter (nur am 2. Tag ein paar Tropfen Regen) erlebten wir eine tolle Tour mit viele Höhepunkten. So zum Beispiel die Abfahrt vom Jochpass über den Flow-Trail nach Engelberg. Am zweiten Tag den Surenenpass und am dritten Tag das super Panorama auf die Urner Berge.

Während drei Tagen waren wir ohne Sturz und ohne Defekt unterwegs. Wir waren ein super Truppe und es hat mega Spass gemacht. An dieser Stelle auch noch ein grosses Dankeschön unserem Betreuer und Chaffeur Beat Vogel. Sein Gepäcktransport von Hotel zu Hotel war für uns Gold wert.

Geniessen wir unsere tolle Biketour noch etwas in Bildern. Diese drei Tagen werden uns sicher noch eine Zeitlang in Erinnerung bleiben….

 

Hier geht es zur Bildergallerie

 

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Erfolgreicher Abschluss der Mehrtagestour

Heute stand bereits die Dritte und letzte Etappe unserer RSC-Mehrtagestour 2018 auf dem Programm. Das letzte Teilstück führte uns von Altdorf nach Schwyz. Heute war das Wetter wieder super und bereits am morgen als wir vor dem Tell-Denkmal starteten waren die Temperaturen hoch. Und nur wenige Meter nach Altdorf ging es bereits heftig in die Höhe. Die Steigung nach Eggbergen verlangte uns alles ab. Zuerst auf einer Strasse und später auf einem Feldweg gab es zum Teil mehr als 25 % Steigung zu überwinden. Nur eine Person nahm die Abkürzung mit der Seilbahn und konnte so doch einiges an Kraft sparen.

In Eggbergen löschten wir nach dem ersten Teil des Aufstieges unseren Durst und genossen die Sonne und die herrliche Aussicht auf den Urnersee und die umliegenden Berge. Auch nach der Pause ging es gleich weiter hoch. Bald erreichten wir den See „Gross Fläsch“ bevor es für kurze Zeit wieder etwas runter ging. Unser Hauptziel des Tages wäre der Chinzig Kulm gewesen. Doch inzwischen haben sie eine neue Alpstrasse etwas östlich gebaut. Es war schon fast eine Autobahn. Doch der Aufstieg war fahrbar und so entschieden wir uns diese Strecke zu nehmen. Am Vortag waren wir doch genügend zu Fuss unterwegs. Der Aufstieg führte uns zum Geissgrättli auf 2’140 m. Es kam uns fast vor wie der Aufstieg zum Mont Ventoux. Steinlandschaft und tolle Aussicht. Oben gab es eine kurze Pause und Verpflegung aus dem Rucksack.

Nun waren die meisten Höhenmeter des Tages geschafft. Die heutige Etappe hatte nicht gross Singletrail  Anteil. Dies war unser aber bewusst. Es war mehr eine schöne Biketour mit herrlichem Panorama. Trotzdem forderten die zähen Aufstiege uns alles ab. Nun ging es fast nur noch bergab. Bis nach Muotathal wurden zahlreiche Höhenmeter wieder vernichtet. Der letzte Teil der Mehrtagestour führte uns noch auf einem schönen Trail der Muota entlang bis wir schlussendlich unser Endziel den Bahnhof Schwyz erreichten.

So ging eine tolle letzte Etappe der Mehrtagestour 2018 zu Ende. Mit dem Zug ging es zurück nach Münsingen.
Ein Schlussbericht und zahlreiche Bidler der Tour folgen in den nächsten Tagen….

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Königsetappe über den Surenenpass

Die zweite Etappe unserer Mehrtagestour war zugleich auch unsere Königsetappe. Von Engelberg führte uns die Strecke über den Surenenpass nach Altdorf. Doch bevor es losging hiess es Kaffeetrinken. Ein Gewitter entleerte sich über Engelberg und es regnete in strömen. So verschoben wir unseren Start um eine Stunde. Die Strassen war noch nass, als wir schlussendlich aufbrachen. Die ersten Kilometer waren noch flach und schon bald mussten wir unsere Regenschütze ausziehen.

Über Feld- und Wanderwege ging es langsam aber sanft den Berg hoch. Erst kurz vor Stäfeli wurde die Strecke steiler und so machten wir doch bereits einige Höhenmeter. Die Wolken hingen zwar am Himmel, doch sollten wir gemäss unseren Apps vorläufig noch trocken bleiben. Bereits in Engelberg haben uns Leute auf die neue Alpstrasse nach Blackenalp erzählt. Diese Strasse wurde gerade neu gebaut und ist noch nicht auf der Karte eingezeichnet. So konnten wir bis Blackenalp alles mit dem Bike fahren und waren bereits auf 1’793 m. Hier gab es trotz unsicherem Wetter einen kurzen Rast im Alprestaurant. So stärkten wir uns für die letzten steilen Kilometer zu unserem Haupthinderniss des Tages, den Surenenpass auf 2’292 m. Der letzte Teil der Strecke war mit dem Bike nicht mehr zu fahren und so versuchten wir uns in der Sportart „Wandern“. Tolle Aussicht auf die umliegenden Berge war die Belohnung für den harten Aufstieg.

Etwas unterhalb des Surenenpasses zogen wir im Windschatten warme Kleider. Wir waren gespannt was am heutigen Tag noch folgen wird. Die Strecke wurde ein paar Tage vor der Tour noch angepasst, mit der Hoffnung möglichst viel fahren zu können. Doch vorerst blieb dies ein Wunschdenken. Steiler Abstieg über Felsen und Schneefelder. Erst ab dem Angistock war wieder fahren angesagt. Technisch wurden wir aber gefordert und es war volle Konzentration gefragt. Es ging über den Grat zur Alp Grat mit einer herrlichen Aussicht auch auf den Urnersee. Ab Seewli erwartete uns eine tolle Abfahrt mit unzähligen Spitzkehren bis nach Regliberg. Es konnte alles gefahren werden und so gingen die Kilometer doch sehr schnell vorüber.

Hier trennten wir die Gruppe. Während ein Teil noch den anspruchsvollen Trail nach Attinghausen unter die Räder nahm, bevorzugten die anderen die einfachere Variante mit der Teerstrasse. Bald war der Talboden erreicht und unser Ziel, das Denkmal von Willhelm Tell, niicht mehr weit. Noch folgte ein kurzer Abstecker an den Urnersee bevor wir glücklich aber zufrieden unser Endziel des Tages, Altdorf, erreichten.

Wir hatten grosses Wetterglück und haben nur ein paar Tropfen Regen abbekommen. So konnten wir diese anspruchsvolle Etappe über den Surenenpass erfolgreich beenden und den Abend noch in Altdorf geniessen.

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Gelungener Start zur Mehrtagestour 2018

Heute Freitag starteten wir zu unser diesjährigen RSC-Mehrtagestour unter dem Motto „Tell lässt grüssen“. In drei Tagen geht es von Meiringen nach Schwyz. Heute stand also bei bestem Wetter die erste Etappe auf dem Programm. Am Morgen wurden in Münsingen die Bikes und das Gepäck in den RSC-Bus verladen. Mit dem Zug ging es an unseren Startort Meiringen. Nach einem Kaffee ging es um 10.20 Uhr los zu unserer ersten Etappe nach Engelberg. Als erstes ging es über die alten Grimselstrasse nach Inntertkirchen. So wurden bereits ein paar Höhenmeter absolviert. Nun ging es auf der Grimselstrasse ein wenig hoch bevor wir in Wyler endgültig links abbogen und den Weg Richtung Gental einschlugen. Heisse Temperaturen und viele Höhenmeter – der Schweiss tropfte und so kamen wir Schritt um Schritt (das meiste konnte gefahren  werden) voran. Bald war die Strasse ins Gental ereicht. Hier gibt es keine andere Möglichkeit als der Teerstrasse bis zur Engstlenalp zu folgen.

Bei de Rossboden Hütte machten wir unseren Mittagshalt und stärkten uns für die letzten Höhenmeter bis zum Jochpass. Die Landschaft um den Engstlensee ist einmalig. Die spezielle Farbe des Wassers und das Panaorma auf die Berge. Eine Person genoss sogar ein Bad im kalten Bergsee. Nun folgte der letzte und zum Teil steile Aufstieg zum Jochpass. Es konnte nicht alles gefahren werden, war es doch zum Teil einfach zu steil. Doch bald war der Jochpass erreicht.

Das schlimmste des Tages war erreicht und von nun an sollte es nur noch nach unten gehen. Und dies war auch der Fall. Auf dem „Jochpass-Flow-Trail“ ging es runter bis zum Trübsee. Wie es der Name sagte wurden wir für unsere Anstrengungen belohnt. Der Flow-Trail wurde seinem Namen gerecht und wir konnte eine tolle Abfahrt geniessen. Zahlreiche Kurven auf einem coolen Trail liessen die Bikerherzen höher schlagen. Beim Trübsee trafen wir eine einheimische Familie. Sie gaben uns gute Tipps. So ging es nicht mehr auf der geplanten Strecke weiter, sondern wir wurden von ihnen auf einer tollen Abfahrt direkt bis nach Engelberg geführt.

Bald war unser Hotel erreicht und wir genossen nach einem gelungenen Biketag noch unseren Abend in Engelberg.

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Spotaner Ausflug an die Schwarzwald-Rundfahrt

Bereits mehrere Male war der RSC als Gruppe an der Schwarzwald-Rundfahrt. So auch in diesem Jahr. Vor einer Woche haben wir uns spontan entscheiden auch in diesem Jahr wieder in den Schwarzwald zu fahren. Sieben RSC’ler starten somit zur 46. Schwarzwald-Rundfahrt mit Start und Ziel in Kaisten. Die Strecke war für die meisten bekannt (2 waren Neulinge). Nach schönem einrollen bis Koblenz ging es dann langsam aber sicher in die ersten Steigungen. Die 150 km Runde hat doch immerhin 2’000 Höhenmeter. Zwar nie lange Steigungen, aber es geht stetig auf und ab.

Stefan fuhr etwas schneller als der Rest der Gruppe und so sahen wir ihn erst im Ziel in Kaisten wieder. Zu Sechst ging es im flotten aber doch angenehmen Tempo über die schöne Strecke. An drei Verpflegungsposten konnten wir uns stärken und unsere Trinkflaschen wieder füllen. So gingen die 150 km schnell vorbei. Bevor war aber ganz zurück nach Kaisten fuhren genossen wir in Laufenburg (deutsche Seite) noch einen Kaffee am Rhein.

Ein gelungener Tag und wiederum viele schöne Erinnerungen.

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Serge Heiniger startet am NAVAD 1000

Unser Mitglied Serge Heiniger startet am 16. Juni zum Rennen NAVAD 1000. Ein 1000-km-Bikeabenteuer quer durch die Schweiz. Bikepacking-Tour – Ohne fremde Hilfe von Romanshorn am Bodensee nach Montreux am Genfersee.

Strecken: Gesamtstrecke 1000,00 km /  31000 Höhenmeter

 

 

Wir haben vor diesem Rennen mit Serge Heiniger gesprochen. Hier ein kurzes Interview:

 

RSC-Info: Du startest am 16. Juni zum NAVAD 1000. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Serge: Ich wurde letzten Sommer auf meinem Arbeitsweg nach Bern auf dem Rennrad von einem Auto angefahren und brach mir dabei die linke Schulter. Glücklicherweise musste der Bruch nicht operiert werden, verlangte aber durch die Ruhigstellung viel Ruhe und Geduld. Während ich mich in den nachfolgenden Wochen also in Geduld übte, hatte ich viel Gelegenheit an den verschiedensten Dingen herumzugrübeln. So kam ich zum Schluss, dass es wieder einmal an der Zeit wäre, etwas Besonderes zu machen. Ich beschäftigte mich ein wenig mehr mit Mountain Biking (fernab von gefährlichen Autos) und sah mir auf Youtube verschiedenste Filme über MTB-Reisen rund um die Welt an. Vor allem interessierten mich die Reportagen von Privatpersonen auf ihren Reisen durch Amerika. Ich suchte weiter nach möglichen Rennen, an denen ich teilnehmen könnte und schaute mir die Tour Divide an. Plötzlich bin ich über einen Link auf die Internetseite von Navad1000 gestossen. Das war’s: genau was ich suchte, gerade vor der Haustüre, kostet nix und ist vollkommen crazy….

 

RSC-Info: Was ist das NAVAD 1000?

NAVAD 1000 ist ein Mountainbike Rennen, das vom Bodensee bis zum Genfersee führt. Der Start ist in Romanshorn und das Ziel ist nach über 1’000km und mehr als 30’000 Höhenmeter in Montreux die Statue von Freddie Mercury. Es handelt sich dabei um ein Bikepacking Abenteuer bei dem jeder Teilnehmer auf sich alleine gestellt ist. Es sind keine Begleitautos, Mechaniker oder Helfer erlaubt, es gibt keine Absperrungen, keine Streckenposten, keine Beschilderung und natürlich auch keine Verpflegungsposten. Dies in Anlehnung an Bikepacking Rennen wie z.B. die legendäre Tour-Divide von Banff (Kanada) bis Antelope-Wells (USA), bei der die Strecke sogar 4’400km misst.
Jeder Teilnehmer verpflegt sich unterwegs selber und übernachtet draussen im Schlafsack oder in einem Hotel entlang der Route. Für die Navigation wurde die gesamte Route als GPX-Track abgegeben, zusammen mit normalen Landkarten in elektronischer Form. Ein sogenannter «Spot-Tracker» zeichnet unterwegs den Weg auf und übermittelt dies den Organisatoren, damit geprüft werden kann, ob alle die vorgegebene Strecke abfahren – mogeln geht nicht! Zudem braucht man den Spot-Tracker für Notfälle. So können mittels Knopfdruck die Rettungskräfte alarmiert werden – denn nicht überall in den Bergen gibt es Handyempfang.
RSC-Info: Wie lief deine Vorbereitung auf dieses Event?

Bereits die Vorbereitungen waren eine riesige Herausforderung für mich. Ich habe zwar mit Thomas Haruksteiner vor ein paar Jahren den Schweizer Radmarathon über 600km in 32 Stunden absolviert, doch da hatten wir ein Begleitauto und ein Vielfaches weniger an Höhenmeter zu absolvieren. Zunächst machte ich mich im Internet schlau bezüglich Trainingspläne, was bereits gar nicht so einfach war. Natürlich findet man unzählige Pläne im Netz für sehr viele Sportarten, doch Pläne für die Vorbereitung auf einen Ultramarathon sind sehr rar – es gibt offenbar nicht so viele Verrückte, die sowas versuchen. Letztendlich fand ich dennoch gewisse Grundlagenpläne und habe mir dann selber etwas zusammengestellt. Da sich das Rennen über eine sehr lange Zeitdauer hinwegstreckt, habe ich mich auf eine gute Grundlagenausdauer beschränkt und nur wenige Intervalltrainings eingebaut.

Also ging es los mit dem Training im Januar, zunächst waren es schlappe 100-200km pro Woche, die ich dann auf 300-400km pro Woche hochschraubte, natürlich kam mir das RSC-Trainingslager gerade recht um weitere Kilometer zu sammeln. Mittlerweile bin ich bei knapp 5’000km angelangt.

Eine weitere wichtige Vorbereitung auf diesen Event war natürlich die Wahl des Bikes und was ich alles mitschleppen wollte. Ich fing an mit dem Bau des Bikes und bestellte mir dafür einen Hardtail Carbon Rahmen mit Federgabel. Den Rest besorgte ich mir von den verschiedensten Orten und fing an mit dem Zusammenbau. Ziel war es, alles selber zu machen, damit ich bei Defekten auch selber wieder reparieren kann. Das war eine gute Erfahrung und gar nicht so schwer wie ich zunächst dachte. Ich habe dabei sehr viel gelernt und musst mich mit vielen Fragen auseinandersetzen.

Nun stand da das Kofferpacken natürlich auch noch auf der Liste. Was nehme ich alles mit, was muss ich haben, was muss ich nicht haben und was wäre noch nett zu haben… schlussendlich entschied für mich aber das geringe Gewicht. Bei der Überwältigung von über 30’000 Höhenmeter möchte man gerne auf jedes Gramm Ballast verzichten (Immerhin ist das 3.5 mal die Strecke von Meereshöhe auf den Mount Everest). Ich fing an, alles auf die Waage zu legen um zu schauen wo ich optimieren konnte. Zum Schluss komme ich nun auf ein Gewicht von knapp 6kg Gepäck.

 

RSC-Info: Was sind deine grössten Herausforderungen?

Die grösste Herausforderung bis jetzt war und ist das Training. Dabei geht es in erster Linie darum, bei jedem Wetter zu fahren, bei -15°C, bei Schnee, im Vollregen und in der Nacht, und diese Disziplin musste ich mir erst noch erarbeiten – denn morgens um 6:00 bei Minustemperaturen oder im Vollregen auf das Rad zu steigen brauchte sehr viel Motivation, die mir zu Beginn oft fehlte. Zugegeben habe ich bei schlechtem Wetter doch relativ viele Kilometer auf der Rolle traininert zusammen mit «Zwift» und «Netflix».

Die zweitgrösste Herausforderung war, das Trainingspensum zusammen mit Familie und Beruf abzustimmen. Dies konnte ich glücklicherweise sehr gut mit dem Arbeitsweg kombinieren. Täglich fuhr ich mit dem Bike zur Arbeit und konnte so bereits 600km im Monat abstrampeln. Die weiteren Trainingseinheiten konnte ich durch Kompensation von Überzeit absolvieren, die ich mir in den letzten Jahren angehäuft hatte, so machte ich früher Feierabend und fuhr via Burgdorf, Langnau nach Trimstein oder fuhr noch schnell um den Thunersee, um am Abend noch rechtzeitig für die Familie zu Hause zu sein.

 

RSC-Info: Was hast du dir für ein Ziel gesteckt?

Natürlich war ich am Anfang extrem ehrgeizig und wollte das Rennen innert 8 Tagen absolvieren. Das wären 125km und ca. 3800Hm pro Tag. Als ich jedoch vor 10 Tagen mit einem Kollegen eine Teilstrecke des NAVAD1000 aus dem Vorjahr absolvierte, kam die grosse Ernüchterung: Die Strecke beinhaltete enorm viele unfahrbare Passagen, die zu Fuss oder sogar mit dem Bike auf dem Rücken absolviert werden mussten. Zudem traf ich oft auf Steigungen von 15-20%, was mit dem Gesamtgewicht Fahrer/Bike und Gepäck auf steinigen Singletrails für mich nicht fahrbar war. Und oben angelangt, geht es dann oft wieder zu Fuss herunter – wieder wegen der Steilheit und dem losen Untergrund. Ziemlich zermürbend, dann am Abend nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit um 10km/h zu haben. Aber, zu gross ist die Gefahr zu stürzen und ich möchte ja das Rennen nicht so beenden wie ich es beim Planen angefangen habe – mit einem Schulterbruch.

Diese Fahrt forderte mir sehr viel ab, zu viel. Völlig demotiviert kam ich am Abend nach Hause und fragte mich abermals «warum tue ich das?» Heute weiss es immer noch nicht warum ich das tue, aber eines weiss ich betimmt: Das Ziel ist nicht das Ziel, es ist die Fahrt zum Ziel. Ich hoffe einfach dass ich mit den anderen Teilnehmer viele schöne Momente erlebe und gesund möglichst nahe ans Ziel komme, vielleicht ja doch noch bis zu Freddie ;o). Und im Anschluss werde ich bestimmt wissen, warum ich das gemacht habe.

 

Der RSC Aaretal Münsingen wünscht Serge ein erfolgreiches Rennen und viel Spass.
Danke fürs Interview!

 

Das Rennen startet am Samstag, den 16.6.2018 um 06:00 und das Tracking der einzelnen Teilnehmer kann auf der Homepage der Organisatoren mitverfolgt werden (Rubrik „Live“):

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Eine hügelige Reise zum Vreneli abem Guggisberg

Es ist Samstag, der 09.06.2018, 10.00 Uhr. Die letzten RSCler treffen bei der Südstrasse GmbH ein, wo wir diesmal Treffpunkt haben. Der letzte der eintrifft ist ein unbekanntes Gesicht. Wir freuen uns immer extrem, neue Mitglieder oder solche die Interesse an einer Mitgliedschaft haben, auf unseren Monatstouren zu begrüssen!

Geplant war eine rund 105 km lange Tour ins Schwarzenburgerland nach Guggisberg. Also starteten 15 Personen via Kirchdorf nach Riggisberg. Schon in Mühlethurnen hatten wir einen platten Reifen. Nach Riggisberg stiegen wir konstant weiter nach Rüeggisberg und weiter über eine wunderschöne Panoramastrasse nach Hinter- und Vorderfultigen. Dann gings erstmals in einen Graben – zum Schwarzwasser. Nach einer kurzen Gegensteigung trafen wir auch schon in Schwarzenburg ein.

Ohne Halt ging es weiter. Und wie könnte es anders sein, wartete wieder ein Graben auf uns. Diesmal überquerten wir die Sense. Die folgende Gegensteigung nach Heitenried brachte die ersten ins Schnaufen. So kam es auch zu einem Auffahrunfall in der Gruppe (!). Also ging es danach halt mit leicht improvisiertem, dafür umso schnittigerem Schalthebel, weiter. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Via Alterswil und Zumholz drangen wir in den dritten Graben ein. Nach dieser letzten Querung der Sense folgte ein Anstieg über schmale und verkehrsarme Strassen nach Guggisberg. Dort stärkten wir uns mit Nussgipfel (einige mit mehreren!), Sandwich, Kaffee, Cola, Bierli und Wasser. Nebenan in der Kirche wurde fleissig geheiratet, so kam es diesmal auch zu einem etwas anderen Gruppenfoto:

Von Guggisberg (1110 M.ü.M.) ging es nun stetig – unterbrochen von einigen Gegensteigungen – nach unten ins Tal nach Wattenwil. Von dort fuhren wir via Forst – Längenbühl nach Uetendorf und retour nach Münsingen. Es war auch höchste Zeit, denn in der letzten Abfahrt musste Mario in einer rutschigen Rechtskurve den Notausgang ins Feld nehmen.

Nach 96 km und 1600 Hm trafen wir wieder in Münsingen ein. Der Blick aus dem Fenster hatte getäuscht. Die Wolken waren der Sonne gewichen und liessen den einen oder anderen Arm rot werden… Die heutige Ausfahrt führte über wunderbare, meist verkehrsarme, Strassen. Die Temperaturen waren je höher desto angenehmer und immer wieder spendeten Fahrtwind und Wälder Erfrischung.

Auf gehts am 14. Juli 2018 zur nächsten Monatstour!

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