Mbohnenblust

Informationen zum Autor

Name: Michael Bohnenblust
Angemeldet seit: 14. November 2011

Aktuelle Beiträge

  1. Sieg für den RSC am Fricktalischen Mannschaftsfahren — 15. Juli 2018
  2. Monatstour Kemmeribodenbad mit einer Premiere — 14. Juli 2018
  3. Spotaner Ausflug an die Schwarzwald-Rundfahrt — 10. Juli 2018
  4. Aus Navad1000 wurde 650… — 7. Juli 2018
  5. Ruben Eggenberg fährt an die Europameisterschaften — 6. Juli 2018

Die meisten Kommentare

  1. Als Ü-50 der erste Ironman — 8 Kommentare
  2. RSC-Hauptversammlung am 10. Februar — 7 Kommentare
  3. Unterwegs an der Costa Alzahar — 5 Kommentare
  4. RSC-TL-Tagebuch: Eine super Woche an der Adria — 5 Kommentare
  5. Radtour Bern – Paris — 5 Kommentare

Liste der Autorenbeiträge

Sieg für den RSC am Fricktalischen Mannschaftsfahren

Selten genug gibt es die Gelegenheit sich im Schweizer Radsport als Vereinsmannschaft zu präsentieren. Das Fricktalische Mannschaftsfahren bietet diese Möglichkeit. Schon seit längerem zirkulierte der Gedanke eine RSC Mannschaft zusammenzustellen und uns einem Mannschaftszeitfahren zu stellen. Der definitive Entscheid teilzunehmen erfolgte dann ziemlich spät. Trotzdem reichte es noch ein schlagkräftiges Team an den Start zu bringen. Mit den Fahreren Marcel Wyss, Gabriel Chavanne, Pascal Weber sowie dem Gastfahrer von Team TACTAC Cycling David Heller waren die Erwartungen für den Start ziemlich hoch.Die verschiedenen Terminpläne liessen ein gemeinsames Training vor dem Wettkampf zu, wo an der Kunst des effizienten Bewegen als Team noch etwas gefeilt wurde.

Das Rennen fand bei optimalen Bedingungen im Nordargau bei wunderschönem Sommerwetter statt. Die Truppe fand sehr schnell einen guten, hohen Rythmus im Rennen über drei Runden à 28.5km. Das Stundenmittel von 47.8km/h bestätigte die stärke der Mannschaft. Nach zwei von drei Runden musste Pascal reissen lassen und die drei erfahrenen Zeitfahrer fuhren den Sieg ins Trockene. Die Rundenzeiten sowie den Schlussanstieg konnte im Verlauf des Rennens zunehmend schneller gefahren werden.

Am Schluss blieb die Uhr bei 1:47:08 stehen. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Mannschaft betrug 4min45sec. Zufrieden begab sich die Gruppe nach der Rangverkündigung auf den Rückweg nach Bern!

Ebenfalls für den RSC am Start war Brigitte Padrock zusammen mit Moser Ruedi vom VC Bärau über eine Runde von 28.5km. Sie klassierten sich im 15. Rang in einer Zeit von 49:37.

Pascal Weber

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Monatstour Kemmeribodenbad mit einer Premiere

Unsere Monatstour Juli führte uns von Münsingen aus zum Hotel Kemmeriboden Bad. Trotz Sommerferien machte sich eine grosse Gruppe RSC’ler auf den Weg.. Nein.. nicht eine  Gruppe. Bei dieser Monatstour kam es zu einer Premiere im RSC. Zum ersten Mal startete auch eine kleine Gruppe mit den E-Bikes.

Die Rennvelogruppe wurde von Martin Wäfler geleitet (Besten Dank). Diese Gruppe hatte etwas die längere Strecke, so dass wir im Kemmeriboden gemeinsam unsere Pause machen konnten. Es gab noch eine kleine Streckenänderung und so fuhren die Rennvelofahrer (und natürlich Fahrerinnen) via Bigenthal, Schafhausen, Rüderswil, Schüpbach in Richtung Eggiwil. Kurz vor Eggiwil wurde die E-Bike-Gruppe bereits eingeholt… Was war nur los mit ihnen…. (mehr weiter unten…).

Nun folgte einer der Höhepunkte des Tages. Es ging auf einer schmalen Strasse durchs Pfaffenmoos. Auf dieser verkehrsarmen Strecke hat man eine tolle Aussicht auf die Berge und die Schallenbergstrasse. Nach einer rasanten Abfahrt erreicht man schon Schangnau. Nun war es nur noch ein Katzensprung bis in den Kemmeriboden.

Hier war unser Pausenhalt angesagt. Der Kemmeriboden Bad ist bekannt für seine tollen Merenquen. Das Hotel und Restaurant ist sehr gepflegt und viele Leute waren vor Ort. Trotzdem gab es einiges in die hungrigen Mägen…. Von Salatteller über Hamme-Sandwich bis eben zu den bekannten Merenquen. Inzwischen ist auch die E-Bike-Gruppe eingetroffen und den zweiten Teil der Pause konnte man noch zusammen verbringen. Fast ist der Terminplan aufgegangen.

Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto machten sich die Rennvelofahrer via Schallenberg auf den Heimweg, so dass es noch locker für ein Bad in der Aare reichte.

Auch die e-Bike-Fahrer machten sich auf der gleichen Strecke auf den Heimweg. Während auf dem ersten Streckenteil noch einige kleinere Schwierigkeiten zu meistern waren, ging es nun flott voran. Mit 16 km/h wurde auf den Schallenberg gefahren und so war man auch nach realtiv kurzer Zeit zu Hause. Zu Beginn mussten wir uns etwas an die andere Fahrweise und die Velos gewöhnen. In Eggiwil mussten wir noch einen Zwischenstopp machen, da bei einem Velo die Bremsbeläge abgefahren waren.

Zu Beginn hatten wir Angst, dass die Kapazität der Akkus reicht. Doch schlussendlich haben alle vier E-Bike-Fahrer das Ziel nach 100 km und 1’600 Höhemeter mit einer Akku-Ladung erreicht. Trotz Batterie und Motor kamen wir ziemlich ins Schwitzen.

Der Versuch mit der E-Bike-Gruppe kann als erfolgreich bezeichnet werden. Die vier Fahrer hatten auf alle Fälle grossen Spass und waren sich einig, dass man dies auch im nächsten Jahr wiedermal bei einer Monatstour einbauen sollte. Wie sagte am Schluss unseren Ehrenpräsident Nik: „Es hat einfach Spass gemacht!“ Viel mehr gibt es dazu wohl nicht zu sagen…

 

Hier gibt es weitere Bilder der Tour

 

Unser vier E-Bike-Fahrer und ihre Velos…..

Nik Schweizer auf dem Stromer und Peter Briggen auf dem Hai-Bike (beide bis 45 km/h).

Emil Bohnenblust auf dem Simplon und Michael Bohnenblust auf dem Flyer (beide bis 25 km/h).

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Spotaner Ausflug an die Schwarzwald-Rundfahrt

Bereits mehrere Male war der RSC als Gruppe an der Schwarzwald-Rundfahrt. So auch in diesem Jahr. Vor einer Woche haben wir uns spontan entscheiden auch in diesem Jahr wieder in den Schwarzwald zu fahren. Sieben RSC’ler starten somit zur 46. Schwarzwald-Rundfahrt mit Start und Ziel in Kaisten. Die Strecke war für die meisten bekannt (2 waren Neulinge). Nach schönem einrollen bis Koblenz ging es dann langsam aber sicher in die ersten Steigungen. Die 150 km Runde hat doch immerhin 2’000 Höhenmeter. Zwar nie lange Steigungen, aber es geht stetig auf und ab.

Stefan fuhr etwas schneller als der Rest der Gruppe und so sahen wir ihn erst im Ziel in Kaisten wieder. Zu Sechst ging es im flotten aber doch angenehmen Tempo über die schöne Strecke. An drei Verpflegungsposten konnten wir uns stärken und unsere Trinkflaschen wieder füllen. So gingen die 150 km schnell vorbei. Bevor war aber ganz zurück nach Kaisten fuhren genossen wir in Laufenburg (deutsche Seite) noch einen Kaffee am Rhein.

Ein gelungener Tag und wiederum viele schöne Erinnerungen.

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Aus Navad1000 wurde 650…

Herzlichen Dank an all diejenigen, die mich während dem Navad1000 verfolgt und unterstützt haben. Ich war persönlich überrascht, wie viele Leute sich bezüglich diesem Event interessierten und es freute mich sehr, dass ich bei so einigen Leuten die Neugier wecken konnte. Somit war doch schon ein Ziel erreicht: Leute auf neue Ideen bringen, wie wir unser verrücktes Leben auf dem Rad noch unsinniger verbringen können und dabei noch Spass haben. Mein Spass ging leider nach ca. 650km zu Ende. Nach der Hälfte der Strecke wurden die Sitzprobleme auf dem Sattel immer schlimmer und nach zwei Dritteln der Gesamtstrecke hatte ich nicht mehr genügend Kraft in den Beinen, um das Rennen in einem vernünftigen Zeitrahmen vor dem kommenden Winter zu beenden. Immerhin, in sechs Tagen war ich knapp über 65 Stunden auf dem Bike und bin in dieser Zeit 17’500 Höhenmeter bergwärts gefahren. Ich hatte die Strapazen der Route klar unterschätzt und hätte mehr Abwechslung in die Trainingsvorbereitungen stecken sollen (z.B. das Bike 10mal den Niesen hochschieben). Mit Biken alleine war es nicht getan, sehr viele Strecken waren für mich nicht fahrbar, sei es aufgrund des steilen Terrains oder der Hindernisse, wie Treppen, Zäune, Kuhgatter oder Sumpfpfade. Ein Bike mit 18kg inkl. Gepäck lässt sich nicht immer so einfach vorwärtsschieben und schon gar nicht fahren bei Steigungen über 20% auf losem Untergrund. Auch die Abfahrten führten sehr oft über wegloses Gelände, sodass man oft nur zu Fuss weiterkam. All diese Strapazen verlangten (zu)viel von Mensch und Material, wobei zumindest mein Material durchgehalten hat. Lediglich die Bremsbeläge musste ich 2x wechseln, denn die Höhenmeter müssen ja auch wieder hinuntergebremst werden. Ein kleiner Trost war, dass doch fast 40% der Teilnehmer im Verlauf der Renntage aufgeben mussten. Der schnellste Teilnehmer brauchte für die Strecke wenig mehr als 4 Tage und kurz nach ihm kam bereits die erste und einzige Teilnehmerin ins Ziel, ein Bravo an Lael Wilcox – sie verbringt ihr Leben auf dem Bike. Das ist einfach eine andere Welt…

Insgesamt war es aber eine tolle Herausforderung und ich konnte meine Grenzen definitiv ausfindig machen. Unterwegs habe ich tolle Leute kennengelernt und viele schöne Landschaften gesehen. Und besonders gefreut hat mich die Begleitung eines RSC-Mitgliedes (danke Nik!) auf einem Teilstück von Schangnau über die Römerstrasse nach Habkern. Ob ich es nächstes Jahr wieder versuchen werde? Hmmmm…Vielleicht bin ich doch eher ein gewöhnlicher «Gümmeler» und nicht der passionierte Mountain Biker.

Ich wünsche euch allen schöne und UNFALLFREIE Sommerferien mit vielen tollen Erlebnissen, auf und neben den Strassen, auf dem Rennrad, Mountain Bike, City Bike, Crossbike, Trekking Bike oder Hand Bike oder was auch immer ihr verwendet um vorwärts zu kommen – der Weg ist das Ziel!

Serge Heiniger

 

und hier noch ein paar Eindrücke von der Strecke:

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Ruben Eggenberg fährt an die Europameisterschaften

Ruben Eggenberg (Vierter von links).

Swiss Cycling hat die Selektionen für die Europameisterschaften auf der Strasse bekanntgegeben. Mit dabei ist auch unser U19-Fahrer Ruben Eggenberg. Ruben wird anlässlich der Europameisterschaften vom 12. – 15. Juli in Brno-Zlin (CZE) das Strassenrennen der U19 bestreiten.

Hier gibt es weitere Informationen:
http://www.swiss-cycling.ch/de/strasse/news/17008-selektionen-europameisterschaften-strasse-u19-u23.htmlx

Der RSC Aaretal Münsingen gratuliert zur Selektion und wünscht viel Erfolg!

 

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Alina Mylka wird Polnische Meisterin!

An diesem Wochenende fanden in fast allen Ländern die nationalen Meisterschaften statt. Während unsere Fahrer in Schneisingen AG um die Titel fuhren, war Alina Mylka in ihrem Heimatland Polen im Einsatz. Und wie! Alina gewann das Rennen der Damen in der Kategorie Masters und wurde Polnische Meisterin!

Der RSC Aaretal Münsingen gratuliert herzlich!

 

Lesen sie den Bericht von Alina Mylka zu ihrem Rennen in Polen:

Die Polnische Masters Nationalmeisterschaft in Starachowice war eines der Hauptziele für diese Saison und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den UCI Gran Fondo Weltmeisterschaften in Varese in Italien. Die Strecke, mit 68km und 900hm war relativ kurz, aber hügelig.

Es haben sich viele Sprintspezalistinen für dieses Rennen angemeldet. Von Anfang an war es mir klar, ich muss den Vorsprung auf den Anstiegen erarbeiten und dann versuchen ihn auf den flachen Abschnitten zu erhalten. Den ersten Angriff habe ich am 20. km gestartet. Ich konnte mich um etwa 30 Sekunden von der Verfolgergruppe absetzen, aber nach 15km haben sich mich erwischt. Schon zu dem Punkt war ich erschöpft, aber ich musste noch einmal versuchen.

Am 40. km habe ich auf einem kleinen Hügel die Kräfte aufgebracht für einen weiteren Angriff. Ich wusste, dass ich auf flachen Abschnitten den Vorsprung verlieren werde, deshalb habe ich mich auf die Anstiege konzentriert. Es war nicht einfach. Die letzen 20km musste ich alleine fahren und die Konkurrenz blieb die ganze Zeit in Sicht.

Zwischen dem letzen Hügel und dem Ziel war es 6km flach. Es waren die längsten 6km meines Lebens aber ich gab alles und es ist mir gelungen alleine die Ziellinie, im strömenden Regen zu überqueren. Wenn die Strecke noch 2km hätte, wäre es viel schwieriger gewesen. Es war krass. Laut meinem Leistungsmesser und der Analyse von TrainingPeaks fuhr ich mit IF von 1.0 die ganze Stunde und 50 Minuten. Meine 60- und 90-Minuten Leistungsrekorden habe ich auch um etwa 5% verbessert. Ich brauche definitiv einen neuen FTP Test.

Ich möchte mich vor allem bei meinem Coach, Arek von Way2Champ Endurance Coaching, für die Vorbereitung und für die Motivation vor dem Start bedanken. Danke auch an Marta Gogolewska, für das epische Rennen bis an die Grenzen der physischen Möglichkeiten.

Alina Mylka

 

Gute RSC-Resultate in Schneisingen

Zu keiner RSC-Medaille reichte es in diesem Jahr bei den Schweizermeisterschaften. Doch die RSC’ler zeigten in Schneissingen gute Rennen. Am Mittwoch fanden auf einer sehr anspruchsvollen Strecke die Zeitfahrschweizermeisterschaften statt. Im Rennen der Kategorie U19 klassierte sich Ruben Eggenberga auf dem 8. Rang. Im Rennen der Masters konnte Micah nicht um die Medaillen mitreden und musste sich mit dem 9. Rang begnügen.

Am Sonntag waren Ruben Eggenberg und Andy Segessenmann im Rennen der U19 im Einsatz. Bei heissem Temperaturen gab es ein richtiges Ausscheidungsrennen. Ruben beendete dieses sehr harte Rennen auf dem 10. Rang. Im entscheidenenden Moment konnte Ruben der Spitze nicht folgen und verpasste so den Anschluss ganz nach vorne. Gegen Ende des Rennens konnte er nochmals ein paar Plätze gut machen. Dank tollem Einsatz reichte es schlussendlich doch noch für ein TopTen-Resultat. Andy zeigte kämpferisch eine sehr starke Leistung, musste das Rennen aber ein Drittel vor Schluss aufgeben.

Im Rennen der Elite war unser Amateur Pascal Weber am Start. Das es für ihn ein äusserst schwieriges Rennen würde war von Beginn an klar. Pascal konnte sich lange im immer kleiner werdenden Hauptfeld behaupten, bevor er den Anschluss an die Spitze verlor. Schlussendlich kämpfte sich Pascal tapfer ins Ziel und erreichte nach 200 km den 27. Rang. Bravo!

Bereits am Morgen war Micah Gross im Rennen der Masters am Start. In diesem Rennen gab es grosse Zeitabstände und das Ziel erreichten nur noch kleine Gruppen. Micah klassierte sich auf dem 20. Rang.

Weitere Informationen:
www.schneisingen2018.ch

 

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SM-Hauptprobe in Steinmaur

Das Rundsrreckenrennen in Steinmaur war das letzte Strassenrennen vor der Rad-Schweizermeisterschaft Ende Monat in Schneisingen. Somit war dieses Rennen vor allem für unsere Junioren die letzte Hauptprobe vor dem Saisonhöhepunkt. Ruben Eggenberg und Elia Blum zeigten beide gute Leistungen. Elia wurde infolge eines defektes aus der Entscheidung zurückgeworfen. Ruben zeigte sich sehr aktiv, doch es kam schlussendlich doch zu einem Sprint. Mit dem 5. Schlussrang konnte Ruben ein gutes Resultat ersprinten. Mehr war in diesem Rennen nicht möglich.

Ein schwieriges Rennen war es für unsere Amateure. Die Rennen zusammen mit der Elite sind immer äusserst schnell und hart. Arha Debesay und Berihu Gebrelibanos konnten das Rennen leider nicht zu Ende fahren. Pascal Weber zeigte einmal mehr eine gute Leistung und konnte sich im erfreulichen 21. Rang klassieren. Für die RSC-Truppe war es trotzdem ein erfolgreiches Wochenende. Mit unserem Amateuren ist auch der Holländer Gosse van der Meer angereist. Er zeigte ein sehr starkes Rennen und konnte sich über den 5. Rang freuen.

Besten Dank den beiden Betreuern Gianluca Levratti und Roland Glaus!

 

Weitere Informaitonen:  www.vcsteinmaur.ch

 

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Serge Heiniger startet am NAVAD 1000

Unser Mitglied Serge Heiniger startet am 16. Juni zum Rennen NAVAD 1000. Ein 1000-km-Bikeabenteuer quer durch die Schweiz. Bikepacking-Tour – Ohne fremde Hilfe von Romanshorn am Bodensee nach Montreux am Genfersee.

Strecken: Gesamtstrecke 1000,00 km /  31000 Höhenmeter

 

 

Wir haben vor diesem Rennen mit Serge Heiniger gesprochen. Hier ein kurzes Interview:

 

RSC-Info: Du startest am 16. Juni zum NAVAD 1000. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Serge: Ich wurde letzten Sommer auf meinem Arbeitsweg nach Bern auf dem Rennrad von einem Auto angefahren und brach mir dabei die linke Schulter. Glücklicherweise musste der Bruch nicht operiert werden, verlangte aber durch die Ruhigstellung viel Ruhe und Geduld. Während ich mich in den nachfolgenden Wochen also in Geduld übte, hatte ich viel Gelegenheit an den verschiedensten Dingen herumzugrübeln. So kam ich zum Schluss, dass es wieder einmal an der Zeit wäre, etwas Besonderes zu machen. Ich beschäftigte mich ein wenig mehr mit Mountain Biking (fernab von gefährlichen Autos) und sah mir auf Youtube verschiedenste Filme über MTB-Reisen rund um die Welt an. Vor allem interessierten mich die Reportagen von Privatpersonen auf ihren Reisen durch Amerika. Ich suchte weiter nach möglichen Rennen, an denen ich teilnehmen könnte und schaute mir die Tour Divide an. Plötzlich bin ich über einen Link auf die Internetseite von Navad1000 gestossen. Das war’s: genau was ich suchte, gerade vor der Haustüre, kostet nix und ist vollkommen crazy….

 

RSC-Info: Was ist das NAVAD 1000?

NAVAD 1000 ist ein Mountainbike Rennen, das vom Bodensee bis zum Genfersee führt. Der Start ist in Romanshorn und das Ziel ist nach über 1’000km und mehr als 30’000 Höhenmeter in Montreux die Statue von Freddie Mercury. Es handelt sich dabei um ein Bikepacking Abenteuer bei dem jeder Teilnehmer auf sich alleine gestellt ist. Es sind keine Begleitautos, Mechaniker oder Helfer erlaubt, es gibt keine Absperrungen, keine Streckenposten, keine Beschilderung und natürlich auch keine Verpflegungsposten. Dies in Anlehnung an Bikepacking Rennen wie z.B. die legendäre Tour-Divide von Banff (Kanada) bis Antelope-Wells (USA), bei der die Strecke sogar 4’400km misst.
Jeder Teilnehmer verpflegt sich unterwegs selber und übernachtet draussen im Schlafsack oder in einem Hotel entlang der Route. Für die Navigation wurde die gesamte Route als GPX-Track abgegeben, zusammen mit normalen Landkarten in elektronischer Form. Ein sogenannter «Spot-Tracker» zeichnet unterwegs den Weg auf und übermittelt dies den Organisatoren, damit geprüft werden kann, ob alle die vorgegebene Strecke abfahren – mogeln geht nicht! Zudem braucht man den Spot-Tracker für Notfälle. So können mittels Knopfdruck die Rettungskräfte alarmiert werden – denn nicht überall in den Bergen gibt es Handyempfang.
RSC-Info: Wie lief deine Vorbereitung auf dieses Event?

Bereits die Vorbereitungen waren eine riesige Herausforderung für mich. Ich habe zwar mit Thomas Haruksteiner vor ein paar Jahren den Schweizer Radmarathon über 600km in 32 Stunden absolviert, doch da hatten wir ein Begleitauto und ein Vielfaches weniger an Höhenmeter zu absolvieren. Zunächst machte ich mich im Internet schlau bezüglich Trainingspläne, was bereits gar nicht so einfach war. Natürlich findet man unzählige Pläne im Netz für sehr viele Sportarten, doch Pläne für die Vorbereitung auf einen Ultramarathon sind sehr rar – es gibt offenbar nicht so viele Verrückte, die sowas versuchen. Letztendlich fand ich dennoch gewisse Grundlagenpläne und habe mir dann selber etwas zusammengestellt. Da sich das Rennen über eine sehr lange Zeitdauer hinwegstreckt, habe ich mich auf eine gute Grundlagenausdauer beschränkt und nur wenige Intervalltrainings eingebaut.

Also ging es los mit dem Training im Januar, zunächst waren es schlappe 100-200km pro Woche, die ich dann auf 300-400km pro Woche hochschraubte, natürlich kam mir das RSC-Trainingslager gerade recht um weitere Kilometer zu sammeln. Mittlerweile bin ich bei knapp 5’000km angelangt.

Eine weitere wichtige Vorbereitung auf diesen Event war natürlich die Wahl des Bikes und was ich alles mitschleppen wollte. Ich fing an mit dem Bau des Bikes und bestellte mir dafür einen Hardtail Carbon Rahmen mit Federgabel. Den Rest besorgte ich mir von den verschiedensten Orten und fing an mit dem Zusammenbau. Ziel war es, alles selber zu machen, damit ich bei Defekten auch selber wieder reparieren kann. Das war eine gute Erfahrung und gar nicht so schwer wie ich zunächst dachte. Ich habe dabei sehr viel gelernt und musst mich mit vielen Fragen auseinandersetzen.

Nun stand da das Kofferpacken natürlich auch noch auf der Liste. Was nehme ich alles mit, was muss ich haben, was muss ich nicht haben und was wäre noch nett zu haben… schlussendlich entschied für mich aber das geringe Gewicht. Bei der Überwältigung von über 30’000 Höhenmeter möchte man gerne auf jedes Gramm Ballast verzichten (Immerhin ist das 3.5 mal die Strecke von Meereshöhe auf den Mount Everest). Ich fing an, alles auf die Waage zu legen um zu schauen wo ich optimieren konnte. Zum Schluss komme ich nun auf ein Gewicht von knapp 6kg Gepäck.

 

RSC-Info: Was sind deine grössten Herausforderungen?

Die grösste Herausforderung bis jetzt war und ist das Training. Dabei geht es in erster Linie darum, bei jedem Wetter zu fahren, bei -15°C, bei Schnee, im Vollregen und in der Nacht, und diese Disziplin musste ich mir erst noch erarbeiten – denn morgens um 6:00 bei Minustemperaturen oder im Vollregen auf das Rad zu steigen brauchte sehr viel Motivation, die mir zu Beginn oft fehlte. Zugegeben habe ich bei schlechtem Wetter doch relativ viele Kilometer auf der Rolle traininert zusammen mit «Zwift» und «Netflix».

Die zweitgrösste Herausforderung war, das Trainingspensum zusammen mit Familie und Beruf abzustimmen. Dies konnte ich glücklicherweise sehr gut mit dem Arbeitsweg kombinieren. Täglich fuhr ich mit dem Bike zur Arbeit und konnte so bereits 600km im Monat abstrampeln. Die weiteren Trainingseinheiten konnte ich durch Kompensation von Überzeit absolvieren, die ich mir in den letzten Jahren angehäuft hatte, so machte ich früher Feierabend und fuhr via Burgdorf, Langnau nach Trimstein oder fuhr noch schnell um den Thunersee, um am Abend noch rechtzeitig für die Familie zu Hause zu sein.

 

RSC-Info: Was hast du dir für ein Ziel gesteckt?

Natürlich war ich am Anfang extrem ehrgeizig und wollte das Rennen innert 8 Tagen absolvieren. Das wären 125km und ca. 3800Hm pro Tag. Als ich jedoch vor 10 Tagen mit einem Kollegen eine Teilstrecke des NAVAD1000 aus dem Vorjahr absolvierte, kam die grosse Ernüchterung: Die Strecke beinhaltete enorm viele unfahrbare Passagen, die zu Fuss oder sogar mit dem Bike auf dem Rücken absolviert werden mussten. Zudem traf ich oft auf Steigungen von 15-20%, was mit dem Gesamtgewicht Fahrer/Bike und Gepäck auf steinigen Singletrails für mich nicht fahrbar war. Und oben angelangt, geht es dann oft wieder zu Fuss herunter – wieder wegen der Steilheit und dem losen Untergrund. Ziemlich zermürbend, dann am Abend nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit um 10km/h zu haben. Aber, zu gross ist die Gefahr zu stürzen und ich möchte ja das Rennen nicht so beenden wie ich es beim Planen angefangen habe – mit einem Schulterbruch.

Diese Fahrt forderte mir sehr viel ab, zu viel. Völlig demotiviert kam ich am Abend nach Hause und fragte mich abermals «warum tue ich das?» Heute weiss es immer noch nicht warum ich das tue, aber eines weiss ich betimmt: Das Ziel ist nicht das Ziel, es ist die Fahrt zum Ziel. Ich hoffe einfach dass ich mit den anderen Teilnehmer viele schöne Momente erlebe und gesund möglichst nahe ans Ziel komme, vielleicht ja doch noch bis zu Freddie ;o). Und im Anschluss werde ich bestimmt wissen, warum ich das gemacht habe.

 

Der RSC Aaretal Münsingen wünscht Serge ein erfolgreiches Rennen und viel Spass.
Danke fürs Interview!

 

Das Rennen startet am Samstag, den 16.6.2018 um 06:00 und das Tracking der einzelnen Teilnehmer kann auf der Homepage der Organisatoren mitverfolgt werden (Rubrik „Live“):

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